8. November 2017 0Comment

Im Teufelskreis über Bezahlung und qualitativ gutes Personal muss sich jeder an die eigene Nase fassen! Denn jeder trägt dazu bei, dass es nicht so ist, wie es sein sollte. Die Rede ist davon, warum der Auftraggeber einen Sicherheitsdienst beschäftigt und nicht zufrieden ist, warum die meisten Sicherheitsdienste eine hohe Fluktuation haben und sich das nicht erklären können und der Sicherheitsmitarbeiter genauso Schuld an der Situation hat. Unserer Meinung nach kann jede Partei diesen Teufelskreis wirksam stoppen. Aber dummerweise fehlt allen Parteien die Einsicht, weil Geld immer noch mehr Wert ist als Image und Menschen.

Hier der Irrglaube von Auftraggeber, Sicherheitsdienst und Sicherheitsmitarbeiter:

Der Auftraggeber muss häufig einen Sicherheitsdienst engagieren, weil es von der Versicherung vorgeschrieben wird. Somit ist das Bewachungsunternehmen ein notweniges Übel. „Niemand braucht wirklich in Deutschland einen Sicherheitsdienst“… diese Aussage hört man oft.
Aus Sicht des Auftraggebers braucht der Sicherheitsmitarbeiter kein großes Gehalt erwarten… schließlich sind es alles „ungelernte Hilfskräfte“  mit Aufgaben, die keine besondere Intelligenz erfordern. Die sollten froh sein, das sie überhaupt einen Job haben.

Das Sicherheitsunternehmen beschäftigt nur „ehemalige Soldaten und ehemalige Polizisten“… so sagt es die Internetseite. In der Realität gibt es möglicherweise einen Ex-Polizisten, aber so viele ehemalige Polizisten sind gar nicht verfügbar. Und welche besonderen Fähigkeiten bringt ein Ex-Soldaten in den Sicherheitsdienst?
Das Personal auf Unternehmenskosten qualifizieren ist Blödsinn, weil die Mitarbeiter nach der Qualifizierung ja sowieso alle weglaufen. Die (Mitarbeiter) sind alle undankbar, denn schließlich hätten die gar keinen Job ohne den Sicherheitsdienst.

Der Sicherheitsmitarbeiter weiß, dass er mindestens das Doppelte an Lohn verdient hätte, weil der Sicherheitsdienst ja das Geld dafür vom Auftraggeber bekommt. Schließlich könnte der Auftraggeber und der Sicherheitsdienst zu machen, wenn es den Sicherheitsmitarbeiter nicht geben würde.
Und weil das so ist, reicht es aus, dass man nur das Nötigste macht. Und wenn es keiner sieht, dann macht man gar nichts.

Hier schließt sich der Teufelskreis, denn damit bestätigt der Sicherheitsmitarbeiter den Eindruck und die Meinung des Auftraggebers, was den "Ungelernte mit Hilfstätigkeit" betrifft.

Hier die Meinung von SECUTRAIN:

Liebe Auftraggeber,
es wird geliefert was bestellt und bezahlt wird! Wenn ich nur für Personal mit „Sachkundeprüfung gem.  § 34a GewO“ bezahle, dann darf ich keine Fachkraft für Schutz und Sicherheit erwarten. Die Sachkundeprüfung ist die unterste (sinnvolle) Qualifikation im Sicherheitsgewerbe und damit wird selten ein Sicherheitsexperte an Ihrer Pforte stehen.
Aber selbst der Mitarbeiter mit Sachkundeprüfung hat einen mehrwöchigen Lehrgang hinter sich, der mit vielen rechtslastigen Themen wie StGB, BGB, WaffG, GewO, BDSG u.ä. Gesetzen gespickt war.
Sie können etwas ändern, wenn Sie begreifen wie wichtig Sicherheitsmitarbeiter als Schutz Ihrer Existenz sind und auch bereit wären dies entsprechend zu entlohnen!

Lieber Sicherheitsdienstinhaber,
Sie wundern sich über die hohe Unzufriedenheit und Fluktuation im Unternehmen? Obwohl Sie weit über Tarif bezahlen? Haben Sie Ihre Mitarbeiter mal gefragt was sie wollen und dies auch umgesetzt? Halten Sie ihr Wort oder gibt es nur leere Versprechungen?
Aus unserer Sicht haben Sie zwei Möglichkeiten Ihre Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden:

  • Ein extrem hohes monatliches „Schmerzensgeld“ (Lohn)
  • Qualifikationen der Mitarbeiter nach Neigung

Ein Mitarbeiter, der eine Wertschätzung seines Einsatzes dadurch erfährt, dass er auf ein Seminar oder Lehrgang nach seinen Interessen zu einem speziellen Thema gehen darf, der wird das mit Loyalität „bezahlen“. Und wenn Sie nicht wissen, wie Sie einen solchen kostenlosen Lehrgang für einen Mitarbeiter realisieren können, dann sollten Sie sich mit der VBG in Verbindung setzen.
Sollten Sie einen Bedarf an Schulungen haben, z.B. Auffrischung der Eingriffsrechte oder Eigensicherung, dann wenden Sie sich an uns: Schulung in Unternehmen
Manchen Mitarbeitern reicht es aber auch vollkommen, wenn Sie nicht mehr die antiquierten 12-Studen-Schichten haben und einen Dienstplan, der mehr als vier Wochen „Planungssicherheit“ bietet. Fast perfekt wird es schon, wenn der Dienstplan nicht nur einen Tag vor dem neuen Monat kommt.

Lieber Sicherheitsdienstmitarbeiter,
wer sich beim Auftraggeber wie ein Idiot benimmt, der wird auch wie ein Idiot bezahlt  –und– Qualifikationen und Wissen schadet nur dem, der es nicht hat!
Zwei provokante Sätze, die aber nur die Wahrheit sagen. Wie soll der Auftraggeber von Dir die Meinung eines „Sicherheitsexperten“ bekommen, wenn Du Dich wie eine „ungelernte Hilfskraft“ aufführst?
Professionelles Auftreten, Einsatzbereitschaft, Höflichkeit, Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, saubere Dienstkleidung… das sind erste Ansätze für das hinterlassen eines vernünftigen Eindrucks. Wenn jetzt noch Fachwissen dazu kommt, dann wird daraus ein guter Sicherheitsdienstmitarbeiter.
Fachwissen kannst Du bequem in äußerst empfehlenswerten Seminaren der VBG erwerben. Diese sind für Dich und Deinen Chef kostenlos… aber das sollte er wissen! Die Themen sind umfangreich von behandeln vom Einzelhandelsdetektiven über Veranstaltungsschutz und Umgang mit Waffen einfach alles! Und unser Job ist alles andere als langweilig, wenn ich mir dem notwendigen Fachwissen die Hintergründe (er)kenne.

Epilog:

Einer der drei muss diesen Teufelskreis durchbrechen, sonst wird sich nichts ändern. Wir von SECUTRAIN versuchen alles, um gut geschultes Personal in den Einsatz zu schicken. Außerdem stehen wir auch ständig für Schulungen in Unternehmen bereit.
Aber bis man in Deutschland versteht, dass private Sicherheitsdienstleister mit professionellen Mitarbeitern genauso wichtig sind wie die Polizei, bis dahin braucht sich niemand über die vorhandene Situation wundern!

Gern lesen wir Deine Meinung in den Kommentaren oder bist Du ein „Auftraggeber“, „Bewachungsunternehmer“ oder ein „Sicherheitsmitarbeiter“, dann schreibe uns Deine Meinung auch gern als Gastbeitrag!

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